Krebli auf Kefirbasis – luftige Kindheitserinnerungen aus der Pfanne

Es gibt Rezepte, die schmecken nicht nur gut, sondern fühlen sich nach Zuhause an. Krebli gehören für mich genau in diese Kategorie. Luftige, goldbraun ausgebackene Teigteilchen, die man meist süß genießt – und die bei uns früher einfach immer dazugehört haben. Bei meiner Oma standen sie genauso regelmäßig auf dem Tisch wie bei meinen Eltern. Der Duft von frisch gebratenem Teig, leicht süßlich – das ist pure Kindheit.

Lange Zeit habe ich Krebli nur gegessen, aber nie selbst gemacht. Und irgendwann kam der Moment, an dem ich dachte: Jetzt wird es Zeit. Zeit, dieses Rezept weiterzuführen und mit euch zu teilen. Diese Variante auf Kefirbasis ist besonders locker, saftig und wunderbar unkompliziert – und ich verspreche: Ihr werdet sie lieben.

Was sind eigentlich Krebli?

Krebli sind kleine Teigteilchen, die in heißem Öl ausgebacken werden. Der Teig ist weich, leicht süß und geht beim Frittieren wunderbar auf, sodass die Krebli innen fluffig und außen goldbraun werden. Je nach Region und Familie unterscheiden sie sich in Form und Größe – mal gedreht, mal rautenförmig, mal ganz schlicht abgestochen.

Traditionell werden Krebli süß gegessen, oft mit Puderzucker bestäubt oder mit einer süßen Beilage serviert. Sie erinnern ein wenig an Krapfen oder Quarkbällchen, sind aber meist leichter und weniger fettig – vor allem, wenn der Teig gut abgestimmt ist. Durch den Kefir werden sie besonders luftig und bleiben auch nach dem Abkühlen noch angenehm weich.

Russische Spezialität mit deutschem Ursprung

Viele kennen Krebli als klassisches Gebäck aus Russland oder aus russlanddeutschen Familien – so auch ich. Tatsächlich haben sie dort einen festen Platz in der Alltagsküche und werden gerne zu Tee oder Kaffee serviert.

Spannend ist jedoch, dass die Wurzeln der Krebli eigentlich im deutschsprachigen Raum liegen. Mit den deutschen Siedlern, die im 18. und 19. Jahrhundert nach Russland auswanderten, reisten auch ihre Rezepte. Über Generationen hinweg passten sich diese an die lokalen Zutaten und Vorlieben an – Kefir statt Milch, andere Formen, andere Namen. So wurden aus ursprünglich deutschen Schmalzgebäcken die Krebli, wie wir sie heute kennen und lieben. Ein echtes Beispiel dafür, wie Küche Geschichte erzählt.

Womit kann man Krebli genießen?

Krebli sind herrlich vielseitig – und genau das macht sie so beliebt.

Ganz klassisch liebe ich sie pur, noch leicht warm, vielleicht nur mit etwas Puderzucker. Aber auch mit Marmelade oder Konfitüre schmecken sie fantastisch, vor allem mit Erdbeere oder Himbeere.

Ein absoluter Favorit aus meiner Kindheit: Milchmädchen (gezuckerte Kondensmilch). Kurz dippen oder großzügig darüber träufeln – süßer geht es kaum. Natürlich funktionieren Krebli auch wunderbar als Begleiter zu Kaffee oder Tee oder als süßer Snack zwischendurch.

Fazit

Krebli auf Kefirbasis sind mehr als nur ein süßes Gebäck. Sie sind Erinnerung, Tradition und Genuss in einem. Dieses Rezept ist einfach, gelingsicher und perfekt für alle, die Lust auf etwas Selbstgemachtes mit Geschichte haben. Wenn du auf der Suche nach einem luftigen, süßen Klassiker bist, der nach Zuhause schmeckt – dann solltest du diese Krebli unbedingt ausprobieren. 🤍

Und wer weiß: Vielleicht werden sie auch bei dir ein festes Familienrezept.

Krebli auf Kefirbasis

tashaloves
Luftige Krebli auf Kefirbasis – ein traditionelles, süßes Pfannengebäck mit Geschichte. Einfaches Rezept wie bei Oma, perfekt mit Marmelade oder Milchmädchen.
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Kategorie Backen – Süß, Backen&Süßes, Russiche Küche
Portionen 20 Stück

Zutaten
  

  • 600 g Mehl
  • 1 Pck Backpulver
  • 50 g Zucker
  • 100 g Sahne
  • 250 g Kefir
  • 2 Eier
  • prise Salz
  • Öl zum Braten

Anleitungen
 

  • Gib Mehl, Backpulver, Zucker, Salz, Sahne, Kefir und Eier in eine große Schüssel. Verknete alles zu einem glatten, weichen Teig – entweder mit Knethaken (Handmixer/Küchenmaschine) oder im Thermomix.
  • Decke den Teig ab (z. B. mit einem Tuch oder Frischhaltefolie) und lasse ihn 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen. So wird er entspannter und lässt sich leichter ausrollen.
  • Bestäube deine Arbeitsfläche leicht mit Mehl und rolle den Teig zu einem Rechteck aus. Wichtig: nicht zu dünn – ideal sind etwa 0,5 cm Teigdicke.
  • Schneide den Teig in Streifen von ca. 4 × 10 cm.
    In jeden Streifen schneidest du in der Mitte einen Schlitz (nicht bis zum Rand).
    Jetzt kommt die typische Krebli-Form: Ziehe ein Ende des Teigstreifens durch den Schlitz – so entsteht der klassische „Kringel“.
  • Erhitze reichlich Öl in einer Pfanne auf mittlerer Stufe. Die Krebli sollen schön ausbacken, ohne zu schnell dunkel zu werden.
    Brate sie von beiden Seiten goldbraun und wende sie dabei vorsichtig.
  • Nimm die fertigen Krebli aus der Pfanne und lasse sie auf Küchenpapier abtropfen.
  • Am besten schmecken sie noch leicht warm – mit Milchmädchen, Marmelade oder ganz schlicht mit etwas Puderzucker bestäubt.
Keyword kefir, russische Küche
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