Sie ist die perfekte Lösung für alle, die den klassischen Oreschki-Geschmack lieben, aber keine Lust auf das Formen einzelner Nüsse haben. Diese Tarte ist schnell gemacht, unkompliziert in der Zubereitung und schmeckt dennoch genauso, wie man es von Oreschki kennt – buttrig, karamellig, einfach himmlisch.

Was sind Oreschki eigentlich?
Für alle, die Oreschki noch nicht kennen: Oreschki sind ein traditionelles Gebäck aus Russland und Osteuropa. Der Name bedeutet übersetzt „kleine Nüsse“. Das kommt daher, dass sie optisch wie Walnüsse aussehen. Zwei halbe Gebäckschalen werden gebacken und anschließend mit einer Creme – meist aus gekochter gezuckerter Kondensmilch – gefüllt und zusammengesetzt.
Oreschki sind besonders beliebt bei Festen, Feiertagen oder Familienzusammenkünften und haben einen starken nostalgischen Wert. Auf meinem Blog findest du übrigens auch einen klassischen Beitrag zu Oreschki, in dem ich genauer auf die Originalzubereitung eingehe. Diese Tarte ist sozusagen die moderne, alltagstaugliche Interpretation des Klassikers.
Warum eine Tarte perfekt zu Oreschki passt
Eine Tarte besteht klassisch aus einem knusprigen Mürbeteigboden und einer cremigen Füllung – und genau das macht sie zur perfekten Basis für den Oreschki-Geschmack. Der buttrige Teig erinnert stark an die Oreschki-Hälften, während die Füllung den Fokus voll auf die karamellige Creme legt.
Der große Vorteil: Statt viele kleine Gebäckstücke zu formen, wird hier alles in einer Form gebacken. Das spart Zeit, Nerven und macht die Tarte ideal für Gäste, Kaffeetafeln oder als Dessert für besondere Anlässe.

Gekochtes Milchmädchen – das Herzstück der Oreschki-Tarte
Die wichtigste Zutat dieser Oreschki-Tarte ist die gekochte gezuckerte Kondensmilch. Durch das Kochen karamellisiert der Zucker, die Konsistenz wird dickcremig und der Geschmack erinnert an Toffee, Karamell und leichte Vanillenoten. Genau dieser Geschmack macht Oreschki so unverwechselbar.
Gekochtes Milchmädchen kannst du mittlerweile ganz unkompliziert kaufen – entweder bereits fertig als Dulce-de-Leche-Variante im Supermarkt, im russischen oder osteuropäischen Laden oder online. Alternativ lässt es sich auch selbst kochen, wenn man etwas Zeit mitbringt.
Fazit: Oreschki-Genuss ohne Aufwand
Diese Oreschki-Tarte mit gekochtem Milchmädchen vereint das Beste aus zwei Welten: den nostalgischen Geschmack russischer Oreschki und die einfache, moderne Zubereitung einer Tarte. Sie ist perfekt für alle, die Klassiker lieben, aber im Alltag eine unkomplizierte Lösung suchen.


Oreschki-Tarte mit gekochtem Milchmädchen
Zutaten
Teig
- 250 g Mehl
- 80 g Zucker
- 100 g weiche Butter
- 1 Ei
- 1 TL Backpulver
- Prise Salz
Füllung
- 1 Dose gekochtes Milchmädchen
- 2 Eier
- 150 g Magerquark
Anleitungen
- Zucker, Butter, Ei, Backpulver und eine Prise Salz in eine Schüssel geben und gründlich verrühren, bis eine homogene Masse entsteht.Das Mehl anschließend in zwei Etappen unterarbeiten und alles zu einem glatten Teig verkneten.Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
- Für die Füllung das gekochte Milchmädchen, die Eier und den Quark in eine Schüssel geben und gut verrühren, bis eine glatte, cremige Masse entsteht.Die Konsistenz ist relativ flüssig – das ist genau richtig.
- Den gekühlten Teig aus dem Kühlschrank nehmen.Eine Tarteform (ca. 24 cm Durchmesser) einfetten – alternativ kann auch eine Springform verwendet werden.Den Teig mit den Händen oder einem Löffel gleichmäßig in der Form verteilen, sodass ein glatter Boden entsteht und der Rand etwa 2 cm hoch ist.
- Die vorbereitete Milchmädchen-Quark-Füllung vorsichtig auf den Teigboden gießen und gleichmäßig verteilen.
- Die Oreschki-Tarte im vorgeheizten Backofen bei 170 °C Ober-/Unterhitze für 30–35 Minuten backen, bis der Teigrand schön goldbraun ist.Die Mitte darf noch leicht weich wirken – sie festigt sich beim Abkühlen.
- Die Tarte aus dem Ofen nehmen und zunächst bei Zimmertemperatur vollständig abkühlen lassen.Anschließend für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen, damit die Füllung fest wird und sich die Tarte gut schneiden lässt.
