Der Weg vom leeren Grundstück bis zur Bodenplatte

Nach den ersten bereits erledigten Schritten, wie die Bauträgerwahl, Wahl der Bank und dem Architektengespräch, sowie das darauf folgende Warten auf die Baugenehmigung, durften wir irgendwann auch mit den Erdarbeiten auf unserem Grundstück beginnen. Und da sag ich euch, gute Vorbereitung ist alles! Und die hatten wir nicht!

Bürokratiezeugs

Ganz wichtig ist, rechtzeitig, möglichst viele Angebote von den Tiefbauern anzufordern. Denn es gibt einfach gigantische unterschiede bei Vorlaufzeiten und vor allem beim Preis! Je mehr Angebote ihr anfordert, desto besser der Überblick. Und vielleicht auch als Tipp an euch, fragt nicht nur bei großen Tiefbaufirmen, die ihr bei Google gefunden habt nach. Probiert es auch bei den kleineren Gärtnerbetrieben, die ebenfalls solche Arbeiten anbieten. In der Regel sind diese günstiger.

Ein weiterer Punkt des Bürokratiezeugs ist die rechtzeitige Anmeldung der Arbeiten am Grundstück bei der Stadt. Ich denke mal, es wird nicht in jeder Kommune verlangt, aber dafür solltet ihr gründlich eure Baugenehmigung mit den Anforderungen der Stadt durchlesen. Denn unsere Stadt verlangte nicht nur nach dem Startdatum, sondern auch nach einem Energienachweis, wofür wir dann extra einen Dienstleister beauftragen mussten. Und glaubt mir, außer euch selbst, wird euch wahrscheinlich keiner darauf vorbereiten.

Erdvorbereitungen

Bevor bei uns der Tiefbauer beginnen konnte, wurde von unserem Bauträger außerdem ein Bodengutachten beauftragt. Ein Glück mussten wir uns um diesen Punkt nicht weiter kümmern und es wurden keine außergewöhnlichen Dinge gefunden.

Und irgendwann kam dann auch der Tag, an dem unser Grundstück ganz anders aussah, weil der Tiefbauer endlich beginnen durfte. Es war ein tolles Gefühl! Außer einer “Kleinigkeit”. Die Kosten für unsere Tiefbauarbeiten beliefen sich auf das DOPPELTE der von unserem Verkäufer geplanten Ausgaben. Warum das so ist, fragt ihr euch? Nun, zum einem war der Verkäufer nicht einmal an unserem Grundstück und hat die Kalkulation nach einem Foto geplant(Größtes Fehler unsererseits, sowas überhaupt zuzulassen). Zum anderen hat unser Verkäufer auch nicht so ganz beachtet, dass wir ein Bungalow bauen und diese Art von Häusern allgemein deutlich mehr Materialien unter der Bodenplatte benötigen(wie z.B. Frostschutz, Vlies, Kies etc.). Solltet ihr also jemals ein Bungalow bauen wollen, denkt dran!

Einen Tipp möchte ich euch auch noch geben, den wir gerne auch gehabt hätten. Während der Vorbereitungen für die Bodenplatte werden außerdem die Abflussrohre für das Haus gelegt. Ihr werdet einiges an Geld sparen, wenn ihr im gleichem Zug auch die Regenwasserrohre verlegen lasst, da ja zu dem Zeitpunkt eh schon alles ausgebuddelt ist.

Die Bodenplatte

Am 5. Oktober war es dann soweit. Unsere Bodenplatte wurde gegossen. Und nein, wir haben keine Abdrücke im Beton gemacht und auch keine Gegenstände in die Platte gepackt. Wir waren schlichtweg arbeiten und hatten einfach keine Zeit. Ich bewundere die Bauherren, die bei allen Gewerken von morgens bis abends dabei sein konnten.

Ohne inneren Stress für mich, verlief es aber nicht. Denn es hat an dem Tag und die Tage danach geregnet. Und ich hatte eine unglaubliche Angst, das dies irgendwie die Trocknung der Bodenplatte beeinflussen würde. Doch die Sorge war umsonst. Es hat sich herausgestellt, dass der Regen sogar vom Vorteil war. Und wir bei wärmeren und trockenen Temperaturen die Bodenplatte sogar begießen hätten müssen. Hättet ihr das gewusst? Naja, jetzt wisst ihr es. 😀

Eigenleistung danach

Da es sich bei uns um einen Fertighaus handelte und wir mit unserem Bauträger gebaut haben, mussten wir vor der Hausstellung noch eine ganz bestimmte Sache in Eigenleistung erbringen. Und zwar musste die Bodenplatte an allen Seiten mit Bitumen-Voranstrich versehen werden. Die ist für die spätere Haftung der Wände und auch der Folie, die auf dem Sockel befestigt wird, notwendig.

In meinem nächsten Beitrag geht es um die Bemusterung und die Küchenplanung. Verpass es nicht 😉

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