Elektroplanung und Installation

Eins kann ich euch sagen, ich bin so froh einen Elektriker in der Familie zu haben! Denn ohne meinen Papa hätten wir im Nachhinein mit einigen Problemen zu kämpfen gehabt. Fangen wir aber mal von ganz vorne an…

Die Planung

Etwa einen Monat vor der Hausstellung  hatten wir einen Termin mit der von unserem Bauträger beauftragten Elektriker Firma. Leider konnte dieser Termin, aufgrund der Coronski-Lage, nur telefonisch stattfinden. Und ich sag’s euch, das war gar nicht schön, denn so ein Termin mit den Elektrikern vor Ort, wäre um Welten besser gewesen.

Folgendes solltet ihr bei der Planung der Elektrik beachten. Zumindest, wenn ihr ein Fertighaus über einen Bauträger wie wir baut. Jeder Bauträger hat einen gewissen Standard an der angebotenen Elektrik. Das heißt, ihr habt für jedes Zimmer im Haus eine gewisse Anzahl an Schaltern, Lampen und Steckdosen, die bereits in eurem Hauspreis inklusive sind. Wollt ihr von diesen Sachen aber mehr an der Zahl haben, oder irgendwelche andere Besonderheiten, kostet euch dieses sehr viel Geld, dass ihr entweder von vornherein einplanen solltet oder diese Dinge nachträglich auf eigene Faust umändert. 

Wie schon oben erwähnt, haben wir das große Glück, meinen Vater zu haben, der ein fantastischer Elektriker ist und uns dadurch auf jeden Fall sehr viele zusätzliche Kosten erspart geblieben sind. Mit oder ohne Helfer, solltet ihr dennoch zusehen, dass ihr am Ende des Hausbaus an genug Steckdosen gedacht habt. So als Leitfaden für einen weiteren Hausbau (der natürlich nicht ansteht) würde ich aufpassen, dass in allen Abständen zwischen Fenstern und Türen, die größer als 2m sind, mindestens eine Steckdose ist. Auch sollte man an die zukünftige Grundstücksgestaltung denken und Kabel nach Außen ziehen, für eventuelle Ladestation für ein E-Auto oder einfach für Außenbeleuchtung (Sockellampen, Licht im Gartenhäuschen etc.)

Bei einem Punkt könnt ihr jedoch getrost viel Geld sparen. Und zwar bei den von Bauträgern angebotene SmartHome Systeme. In unserem Fall war es die von MyGekko. Im Nachhinein bereuen wir diesen Kauf extrem. Nicht, weil wir nicht auf SmartHome stehen, wir lieben es! Es ist nur einfach viel zu überteuert für die Leistungen, die man bekommt. Es wäre mindestens 10x Günstiger gewesen, hätten wir unser Haus selbstständig mit SmartHome ausgerüstet. 

Die Ausführung – Rohbau

Etwa eine Woche nach der Materialanlieferung stand auch schon der erste Termin für die Verlegung aller Kabel im Haus an. Für uns war es eine Herausforderung, denn als Vorbereitung mussten bis zu diesem Termin, alle Wände im Haus einseitig mit Fermacell beplankt werden. Wir standen extrem unter Zeitdruck, haben es dann aber mit familiärer Unterstützung doch geschafft!

Übrigens hat sich seit der Elektroinstallation ein Wort etabliert, der uns dann auch die ganze Bauphase begleitet hat. Und zwar das auf eine „ausländische“ Art ausgesprochene Wort UUUUNGLAUBLICH. Nur so konnte mein Vater die verrichtete Arbeit der Elektriker beschreiben, begleitet von einem Kopfschütteln. Auch wurde von den Handwerkern ein Kabel für die Mikrowelle vergessen. Hätte es meinem Vater nicht aufgefallen, hätten wir im Nachhinein einfach keine Möglichkeit gehabt unsere Mikrowelle anzuschließen.

Die Ausführung – Endinstallation

Der zweite und gleichzeitig letzter Besuch der Elektriker passierte bei uns irgendwann nach dem Innenanstrich. Eigentlich viel zu spät. Die Elektrikerfirma hat uns einen viel zu späten Termin gegeben, und wir wollten einfach nicht mehrere Wochen dadurch verlieren, vor allem weil unsere Wohnung bereits gekündigt war. In der Regel solltet ihr die Endinstallation direkt nach dem Spachteln und Schleifen ansetzten. Und unbedingt bevor ihr Tapeziert. Schafft ihr diesen Zeitraum einzuhalten, werden euch keine dicken Bündel an Kabel im Weg sein und auch alle weiteren Arbeiten werden etwas angenehmer sein.

Unsere Endinstallation verlief zum Glück problemlos und dauerte auch etwa 2,5 Tage. Zum Teil auch wegen unserer Vorarbeit, zu der ihr als Bauherren bei unserem Bauträger verpflichtet seid. Darauf gehe ich aber noch etwas später ein, bei den Themen Dämmung und Rigipsbeplankung.

Das würde ich heute anders machen

Ich würde auf gar keinen Fall die SmartHome Ausstattung von unserem Bauträger kaufen, sondern diese nachträglich selbst ausbauen. Außerdem hätte ich im Nachhinein auf ein Vororttermin mit den Elektrikern bestanden, als es um die Planung ging. Und dementsprechend würde ich die Steckdosen planen. So gäbe es jetzt nicht diese eine Arbeitsecke im Arbeitszimmer, die keine einzige Steckdose hat. Was ein Fail! 😀 

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